The Curious Case of Benjamin Button*

Letzten Sommer probierte ich mal aus, mein Smartphone als eReader zu verwenden, und stieß beim Suchen nach passender Literatur auf die Kurzgeschichte “The Curious Case of Benjamin Button” von F. Scott Fitzgerald, welche dann gleich verschlungen wurde. Die Geschichte um Benjamin Button, der als alter Mann geboren, und als Baby sterben sollte, fand ich äußerst faszinierend, und deshalb wuchs auch das Interesse, mir den relativ neuen Film mit Brad Pitt in der Hauptrolle anzuschaun. Das tat ich neulich auch – und habe es bitter bereut. Denn anstatt wie in der Kurzgeschichte den Schwerpunkt auf das außergewöhnliche Leben von Benamin Button zu legen, ist der Film eine einzige, endlos träge und langweilige Liebesgeschichte. All die faszinierenden Einblicke in das Leben eines Mensche, der gegenteilig zu seinen Mitmenschen altert, werden im Film nur am Rande gestreift, und der Großteil der 2,5 Stunden dreht sich um eine platte Love Story, deren Verlauf sowieso von Anfang an klar erscheint. Vom filmischen her ist der Streifen zumindest gut gemacht und die maskenbildnerische Metamorphose Prad Pitt’s vom jungen Greis zum greisen Jüngling ist beeindruckend, und ein paar vereinzelte Höhepunkte hat der Film dann eh. Aber das ändert auch mehr nichts an meinem Gesamturteil.

Humerisches Fazit:

Ich kann jedem nur empfehlen, die Kurzgeschichte zu lesen, anstatt den Film anzuschauen. Das wird zeitlich auch nicht wirklich länger dauern als sich den Film anzusehen und ist deutlich die bessere Erfahrung. Außer man steht auf überlange und über-langweilige Liebesschnulzen. Ich finde die Verfilmung von “The Curious Case of Benjamin Button” stellt nur ein weiteres trauriges Beispiel einer misslungenen Buchverfilmung dar und wäre besser unverfilmt beblieben. Dabei wäre man ja von Regisseur David Fincher (Alien 3, Sieben, Fight Club) durchaus Besseres gewohnt.

[Artikel @ Wikipedia]
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wie in der Kurzgeschichte