Alien*

Alien Directors Cut & Original Version

Quadrilogy DVD Edition 2003 samt Bonusmaterial und Audiokommentar

Review vom 26.Dezember 2008

Es ist schwer, diesen Klassiker der Filmgeschichte objektiv zu bewerten. Und wenn man es versucht, muss man sein Entstehungsjahr (1979) und die damalige Filmlandschaft mit berücksichtigen. Für seine Zeit war er ein Wahnsinn, nie zuvor gesehene Kulissen, ein völlig neues Kreaturen Design, bis dato nicht gekannte Authentizität in einem Science Fiction Film. Sieht man ihn heute, kann der Film vielleicht etwas langatmig und unspektakulär wirken. Verglichen mit den Filmen der letzten 15 Jahre ist er das vielleicht auch, aber lässt man sich auf ihn wirklich ein, so ist er heute noch effektiv wie eh und jeh. Ein Film, der nicht von Schnelligkeit, Lautheit und Effektstrotzerei lebt, sondern der durch sein langsames Tempo und der großartigen Atmosphäre menschliche Urängste direkt anspricht. Das BONUSMATERIAL (vor allem durch die vielen Auftritte von H.R. Giger) und der Audiokommentar der 2003er Box lassen ebenfalls keine Wünsche des interessierten Filmfreaks offen.

Humerisches Fazit:

Ein Klassiker, den ich glücklicher Weise in meiner Jugend zum erstem Mal sehen durfte, bevor man als Kinogeher durch den CGI Overkill abgestumpft wurde, und den ich deshalb noch immer sehr zu schätzen weiß. Space Jockey for President!

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Avatar*

Ich wusste eigentlich lange Zeit nicht, dass ich überhaupt James Cameron Fan war, denn schon lange bevor ich mich mit Filmischen Hintergründen zu beschäftigen begann, zählten die beiden Terminator Filme und Alien 2 zu meinen absoluten Faves. Titanic respektierend, aber nicht liebend, freute ich mich natürlich sehr auf AVATAR, dem neuesten und ambitioniertesten Projektes von Mr. Cameron. So gut wie jeden Spoiler vermeidend und nichts über die Story wissend war es nun endlich so weit, in Digital 3D durfte ich den 2:45 Stunden Epos erleben.

Betonung liegt auf Erleben. Es war mein erster 3D Film überhaupt, und ich kann nur sagen, dass ich eigentlich nie wieder etwas in 2D sehen will. Es ist einfach unglaublich, wenn die Leinwand räumliche Tiefe vortäuscht. Was hab ich neulich wo gelesen? “Digital 3D ist das für den Film, was damals für den Ton die Umstellung von Mono auf Stereo war”. Kann ich nur unterschreiben. Die oft schon etwas größenwahnsinnig designed erscheinende Welt von Pandora beeindruckt nachhaltig, ich will gar nicht erst versuchen, Details zu beschreiben. Man muss sie erlebt haben. Hunderte kreative Menschen haben hier echt viel Talent und Können bewiesen und eine echte Achterbahnfahrt der Fantasie erschaffen.

Doch wie stehts mit der Handlung? Im Prinzip ist AVATAR mehr eine Technikpräsentation als eine nachhaltig in Erinnerung bleibende Geschichte. Die Story ist bereits unzählige Male in Wild West Filmen erzählt worden (Stichwort: “Der mit dem Wolf tanzt”), sehr eindimensional (Gut ist und bleibt Gut, Böse ist und bleibt  Böse) und vorhersehbar. Man merkt hier deutlich, dass James Cameron auf Nummer Sicher gehen wollte, und mit bewährter (Western) Thematik ein möglichst großes Publikum bedienen will, um die immensen Kosten (Man munkelt über 300-500 Mio. USD) einzuspielen. Trotzdem schafft er es, den Film doch das gewisse Etwas zu geben. Ich weiß nicht, ob es nur die verblendenden 3D Effekte oder der Respekt vor der nahezu perfekten Technik ist, aber die offensichtlichen inhaltlichen Schwächen störten mich die ganze Zeit über nur sehr wenig. Wahrscheinlich ist der Grund aber wirklich, dass der Film Dank der Technik ein unglaublich intensives Erlebnis ist, und die Story dazu einfach gerade noch ausreichend ist, um eine Grundlage für das ganze Technik-TAMTAM zu bieten, ohne dass man das Gefühl hat, wirklich nur in einer reinen Technik-Demonstration zu sitzen. Technik VS Anspruch 1:0, würde ich sagen.

Übrigens: Sollte die Mär stimmen, dass James Cameron im Jahre 1977, als er den ersten Star Wars im Kino sah, derart aufgebracht darüber war, dass jemand anders GENAU den Film gemacht hat, den er eigentlich schon immer selbst machen wollte, dann ist Mr. Camerons filmische Absicht für mich ganz klar:

“Jetzt zeig ichs dir endlich  mal so richtig, Georgie (Lucas) Boy. Du gehörst zum alten Eisen. Wie wärs mit in Rente gehen?”
Oder so in der Art :)

Humerisches Fazit:

Erlebnis: Großartig. Unglaublich. Empfehlenswert. Ein Achterbahnritt. Story: Altbacken, teilweise unlogisch, kitschig, vorhersehbar, eindimensional. Gesamt Fazit: Wunderbar! Es wäre der Beste Disney Zeichentrick Film seit langem, würde es ein Disney Zeichentrick Film sein. Auch Freunde des anspruchsvollen Kinos sollten den Film riskieren, denn die 3D Technik ist einfach unglaublich. Jedoch befürchte ich, dass der Film außerhalb des Kinos viel von seiner Wirkung verlieren wird. Zumindest kann ich mir nicht vorstellen, dass er auf dem heimischen TV ähnlich mitreisst.

Kurz: Unbedingt (in 3D) ansehen! Aber sich dabei halt bewusst sein, ein doch recht eindimensionales Märchen zu sehen, dass  kurzweilig unterhalten und die Sinne beeindrucken will. Und sonst nichts.

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#9*

#9 ist ein Animationsfilm aus dem Jahr 2009 von Regisseur Shane Acker, und ist benannt nach der Hauptfigur der Geschichte, dem kleinen Roboter-ähnlichen Stoffwesen namens 9 (NEUN). Der Film basiert auf dem gleichnamigen Kurzfilm von Shane Acker aus 2005 und spielt in einer post-apokalyptischen Welt, die in einem ungemein coolen 2. Weltkriegs- Retrostil gehalten ist. Sprich, alles sieht nach 1930 aus. Mitproduziert wurde der Film übrigens von Tim Burton, der auf Shane Acker durch den Kurzfilm aufmerksam wurde.

Der visuelle Look von #9 ist atemberaubend, der Film ist technisch perfekt und unglaublich kreativ umgesetzt. Kein Wunder, so ist Shane Acker kein unbeschriebenes Blatt, sondern war auch schon

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Moon*

“Moon” ist der erste Feature Film des jungen britischen Regisseurs Duncan Jones, der bisher nur Werbefilme gemacht hat, und ganz nebenbei noch David Bowies Sohns aus erster Ehe ist. Ob diese Verwandtschaftsverhältnisse begünstigend für Duncan’s Karriere gewirkt haben sei dahin gestellt, auf jeden Fall hat er mit “Moon” ein beachtliches Indie-Erstlingswerk abgeliefert. Mit nur 5 Millionen Dollar Budget kann sich der Film echt sehen lassen und die sparsam und unaufdringlich eingesetzten Special Effects brauchen den Vergleich mit großen Produktionen nicht scheuen! Als Freund der alten Filmschule freut es mich besonders, dass die meisten Effekte von “Moon” mit Modellen realisiert, und lediglich mit CGI nachbearbeitet wurden, was einen ganz eigenen, klassischen Charme erzeugt.

“Moon” ist ein

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Alice im Wunderland

Ähnlich wie bei AVATAR betrat ich auch bei Alice mit relativ sicherer Erwartung, einen grandiosen Film zu sehen, das Kino, und verließ es dann mit eher enttäuschten Gefühlen. Die Zeiten, wo man sich auf Regisseure mit vorzüglichem Ruf verlassen konnte, sind anscheinend vorbei, denn weder Avatar noch Alice werden den Erwartungen an James Cameron bzw. Tim Burton gerecht. Wobei Avatar wenigstens ein gut gemachter und stimmiger Unterhaltungsfilm war. Alice hingegen ist leider nur eine flache Aneinanderreihung von bereits 1.000.000 mal gesehenen Gut-gegen-Böse Märchen Klischees, verpackt in fantasielose Erinnerungen bzw.  Zitate aus dem Alice im Wunderland Universum mit flacher Handlung und uninteressanten Hauptfiguren. Der ganze Film wirkt wie eine halbherzige Auftragsarbeit, die von Disney an Tim Burton herangetragen wurde, und die von ihm mehr aus wirtschaftlichen Gründen, als aus künstlerischer Überzeugung erledigt wurde (Naja, muss sich halt auch sein tägliches Brot leisten können, der Gute).

Humerisches Fazit:

Ein fader, abgelutschter Plot, jederzeit voraussehbar, lieblos erdacht und konstruiert, macht Alice im Wunderland zu einem wahrscheinlich nur für Kinder und Leuten, die in ihrem Leben erst fünf Filme gesehen haben, halbwegs  genießbaren Film. Da rettet auch die nette (3D) Technik nichts mehr.

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Blade Runner*

Über BLADE RUNNER zu schreiben ist schwierig. Selten wird ein Film entweder so gehasst oder geliebt, wie Ridley Scotts Meisterwerk aus 1982. Ich verstehe beide Fraktionen, gehörte ich doch auch lange Zeit eher zu ersterer. Von einem Indiana-Jones-Han-Solo Harrison Ford in Kombination mit Science Fiction erwartet man einfach ein unterhaltsames Action Spektakel. Aber gerade das ist Blade Runner NICHT. Der Film ist immens langsam, die einzelnen Einstellungen versprühen mehr die Stimmung bewegter Gemälde, die alle für sich allein stehen könnten. Und genau hier liegt die erste Stärke des Films: Die intensive Stimmung, die sich einem aber nur erschließt, wenn man sich auf den Film einlässt. Die Szenenbildnerischen und kameratechnischen Leistungen sind beeindruckend, und natürlich tut auch die atmosphärische Soundkulisse und die Musik von Vangelis ihren Teil zur Gesamtstimmung. Leider werden die meisten Leute mit all dem nichts anfangen können, wenn sie die  zweite Stärke des Films nicht erfassen: Die grundlegenden und zentralen Fragen des Mensch-Seins. “More Human than Human”, das ist der Wahlspruch der Tyrell Coorporation, der Firma, die künstliche Menchen als Sklaven (Replikanten) herstellt. Was bedeutet Mensch-Sein? Ist ein künstlich hergestelltes Wesen, dass einem Menschen 1:1 gleicht, noch ein “künstliches Produkt”, über das der Hersteller (Schöpfer) nach eigenen Gutdünken verfügen und urteilen kann? Oder hat es doch das Recht, als dem Menschen gleichwertig gesehen und behandelt zu werden? Unendlich lange könnte man darüber nachdenken und diskutieren (und wird auch gemacht). Kein easy-cheesy Popcorn Kino also.

Der Plot von Blade Runner ist an sich extrem simpel aufgebaut, es gibt nur wenig Dialoge und ein jeder drittklassige B-Movie beinhaltet 10 mal mehr Actionsequenzen. Aber die Verbindung der langsamen Geschwindigkeit des Films mit der behutsam fortschreitenden Handlungsentwicklung und der durch die extrem intensiven Bilder erzeugten Stimmung zwingen einem schon fast dazu, beinahe einer Meditation gleich, über die Thematik nachzudenken,  darin zu versinken. Würde es an allen Ecken und Enden vor lauter Action und unterhaltsamen Szenen krachen, wäre dieser Effekt einfach nicht möglich. GENAU aus diesem Grund kann man Blade Runner nur lieben ODER hassen. Dem Freund des kurzweiligen Actionkinos, der möglichst nicht nachdenken sondern Spaß haben will,  ist er einfach zu langweilig. Öffnet man sich dem Film aber, und geht auf ihn ein, ist er eine wunderbare Erfahrung. Aber diese Anstrengung auf sich zu nehmen sind halt leider (heutzutage?) nur die wenigsten Leute bereit.

Als einzigen Kritikpunkt empfinde ich persönlich über weite Strecken die Synthesizer Musik von Vangelis. Ich bin kein Freund dieser Sounds, aber das ist halt reine Geschmackssache.

Humerisches Fazit:

Nachdem ich den Film lange Zeit selber nicht gemocht habe, ist der Funken endlich übergesprungen. Blade Runner ist weniger Unterhaltung, mehr ein Gesamtgefühl, dem man sich nicht “zwischendurch” hingeben, sondern sich richtig Zeit und Aufmerksamkeit dafür nehmen muss. Ist man nicht gewillt, beides dafür aufzubringen, sollte man sich den Film am Besten gar nicht erst ansehen.

Anmerkung: Ich sah den 2007ener Director’s Cut der 5-Disc Ultimate Collectors Edition, die es derzeit bei Libro um sagenhafte 10 Euro im Abverkauf gibt. –> Zuschlagen!! (Dezember 2009)

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Die Bildgewalt ist einfach unglaublich.

Die Bildgewalt ist einfach unglaublich.

Detailierter und liebevoller kann eine dystopische Zukunftsmetropole nicht mehr gestaltet werden

Detailierter und liebevoller kann eine dystopische Zukunftsmetropole nicht mehr gestaltet werden

Han Solo sitzt in diesem Film nicht am Steuer...

Harrison Ford sitzt diesmal nicht am Steuer

...das macht schon eher dieser Herr

...das macht schon eher dieser Herr


Krieg der Eispiraten*

“Krieg der Eispiraten” war einer der (zahlreichen) Lieblingsstreifen meiner Kindheit, aber seit die VHS Kassette den Geist aufgab, konnte ich ihn nirgends mehr auftreiben. Bis jetzt: Amazon sei Dank ist der Film nach knapp 20 Jahren wieder in meinem Besitz.

Über Filme  zu berichten, die man aus seiner Kindheit kennt, ist so eine Sache. Was damals super und hyper-genial war, ist heute betrachtet oft doch eher zweifelhaft. Mit “Krieg der Eispiraten” verhält es sich ähnlich, aber ich finde, ein jeder Freund von unterhaltsamen 80-iger B-Movies sollte dem Film eine Chance geben ;)

Klar, es ist eine Low Buget Produktion, was sich hauptsächlich an den billigen Kulissen, Visual Effects und Ton (imdb: “According to a crew member, the entire sound team was fired mid-production and replaced without explanation.”) zeigt. Schauspieler, Kostüme und Art Design sind hingegen sehr in Ordnung, vor allem die liebevoll chaotischen Roboter schließt man sofort ins Herz. Der Film borgt sich schamlos zahlreiche Elemente aus der gängigen SciFi Scene der Anfang-80iger aus, vor allem bei Star Wars hat man sich einige Male bedient. Und es soll mich der Blitz treffen, wenn nicht Alien beim  “Weltraum-Herpes” Pate gestanden hat. Tja, die Story an sich ist erwartungsgemäß halt eher nicht so aufregend, am besten nicht zu viel drüber nachdenken und Spaß haben :)

Humerisches Fazit:

“Krieg der Eispiraten” ist eine herrlich chaotische SciFi Komödie mit viel Charme und Humor. Recht viel Wert darf man halt auf die löchrige Story nicht legen, sondern einfach den Kult genießen und über die Jokes und den B-Movie Charme schmunzeln. Ein Tipp: Die Deutsche Synchro ist (wie so oft bei billigen Filmen aus dieser Zeit) eher mies, auf Englisch macht der Film deutlich mehr Spaß!

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Die Eispiraten bei der Arbeit

Das Finale ist genial! Zwar völlig unlogisch, aber das ist egal :)

Terminator 2*

Klar könnte ich etwas verblendet sein durch den Fakt, dass T2 einer der wichtigsten Filme meiner Jugend war. Aber auch nüchtern und objektiv betrachtet macht dieser Film einfach alles richtig. Alles was passiert hat Sinn und ist durchdacht (die typischen Zeitreise-Denkfehler mal außer Acht gelassen), die Charaktere sind einfach glaubwürdig, die Action ist rasant und beeindruckend und das Finale unvergesslich. Ich mag diesen Film (und diese inzwischen ausgestorbene Art von Actionfilmen) genau deshalb, weil die Action hier noch nicht alleiniger Selbstzweck geworden ist. Hier passt der Anteil im Vergleich zur Handlung einfach, nicht zu viel und nicht zu wenig (Bei den meisten modernen Actionfilmen scheint die Handlung ja nur mehr notgedrungen um die Actionsequenzen herumgewurstelt zu sein). Man kann mich altmodisch oder von vor-vorgestern nennen, ist mir völlig egal. Terminator 2 ist und bleibt für mich der perfekte Actionfilm.

Die Special Extended Version von T2 ist zwar ganz interessant, die Originalversion bleibt aber nach wie vor unerreicht. Das BONUSMATERIAL der DVD Box ist ganz Ok, vor allem der Audiokommentar ist Sound Designtechnisch sehr lehrreich.

Humerisches Fazit:

PERFEKT. Leider einer der letzten (oder sogar DER letzte?) guten Actionfilme der alten Schule. Hier stimmt einfach ALLES, Aus, Punkt, Ende. Ein Meisterwerk.

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Star Trek the Movie*

Aus welchem Grund auch immer habe ich die alten Star Trek Kinofilme irgendwie nur so am Rande mitbekommen. Passend zu meiner aktuellen, durch die remasterten Star Trek Raumschiff Enterprise DVDs ausgelösten Begeisterung der Serie, hab ich mir endlich mal die DVD vom “Star Trek The Movie” aus 1979 zugelegt. Ich hatte ihn zwar schon mal gesehen, aber nur mehr vage Erinnerungsbrocken daran. Ich war gleich mal überrascht davon, dass die die Titelmusik dann auch für die Star Trek – Das nächste Jahrhundert Serie verwendet wurde. Die Filmmusik von Jerry Goldsmith (Alien, Gremlins, Total Recall, Rambo…) ist über jeden Zweifel erhaben und trägt enorm  zur Stimmung

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Faust (Stummfilm) *

Weil ich bei den Filmmusikaufnahmen zu FAUST mitgewirkt habe, durfte ich den Film bereits bei der Mitarbeiter Premiere sehen. Es handelt sich um einen Amateurfilm, der außer in den Zwischentiteln völlig ohne Sprache auskommt. Es ist das Ehrgeizige Projekt des jungen Regisseurs Philipp Hochhauser, der  über zehn Jahre an dem Projekt gearbeitet, und es fast vollständig privat finanziert hat. FAUST interpretiert der Tragödie erster Teil von Goethes Gedicht auf seine ganz eigene Weise: Die Schauspieler tragen ein offenbar an die “Mephistopheles” Verfilmung mit Klaus Maria Brandauer angelehntes Makeup, es gibt gedrehte Szenen in stets düsterer  Ausleuchtung und (computer)animierte Sequenzen. Und Stummfilm typisch wird, außer in den Zwischentexten, eben kein Wort gesprochen.Es ist nun etwas schwierig, über den Film ein Urteil zu fällen, da es sich ganz klar um ein Amateurprojekt handelt, das halt doch einige Anfängerfehler aufweist: So ist die Bildqualität fürs Kino leider zu schlecht (offenbar wurde hier nur mit einer DV Kamera gedreht), die Ausleuchtung der Bilder ist fast durchgehend zu dunkel und kontrastarm und die Schärfe stimmt oft nicht. Klar, das sind alles “nur” technische Details, aber sie trübten halt MEIN Filmerlebnis doch einigermaßen, deshalb kann ich sie hier nicht unerwähnt lassen. Die animierten Sequenzen wirkten anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, da sie sich stilistisch komplett mit dem Rest des Films schlagen, aber mit der Zeit entfalten sie gerade deswegen ihren ganz eigenen Charme. Und die Filmmusik von Alex Zlamal ist sowieso über alle Zweifel erhaben, obwohl sie für meinen Geschmack öfters mal einen Tick zu dramatisch ausfällt. Aber jetzt genug der kritischen Worte, im Anbetracht dass es sich um ein Amateurprojekt handelt, sind diese Mängel natürlich alle halb so schlimm. Natürlich muss auch erwähnt werden, dass es sich hier nicht um leichtes Popcorn Kino für  Zwischendurch handelt, man sollte sich den Film schon mit einer gewissen künstlerischen und anspruchsvollen Haltung anschauen.

Humerisches Fazit:

Extrem ambitioniertes Amateurprojekt mit hinreissender Musik und einigen sehr starken Momenten. Punkteabzug gibts nur für ein paar technische Mängel, die den Filmgenuss doch zu sehr trüben, um unerwähnt zu bleiben.

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PS: Wann und wie die Öffentlichkeit den Film zu sehen bekommen wird, ist noch unklar. Zur Zeit ist lediglich geplant, ihn auf verschiedenen Festivals zu zeigen.

Far Cry *

Also es gibt nichts schöneres, als wenn man mit absolut keinen Erwartungen ins Kino geht, und dann positiv überrascht wird! Ich hatte mir extra neulich Alone In The Dark  angesehn um mich mental auf einen Uwe Boll Film einzustimmen, aber Far Cry ist um Welten besser! Ich hatte richtig Spaß damit, ein astreiner Trash-B Movie, der sogar selbstironisch und witzig war! Der Rest war irgendwie Universal Soldier auf Neu. Und den Standard einens VanDamme Filmes erreicht Far Cry aber locker :) Der Herr Boll scheint langsam aber doch ein bißchen dazu zu lernen.

Humerisches Fazit:

Eine Trash-Perle, die zwar völlig platt und schon 1000 mal gesehen ist, aber richtig Spaß macht und einige geniale Szenen enthält. Wer will soll mich steinigen, aber wenn ich mit einem Film Spaß habe, dann geb ich ihm auch eine gute Wertung.

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Scary Movie 3 *

Als großer Fan des ersten SCARY MOVIE war ich vom schwachen Zweiten sehr enttäuscht, aber umso glücklicher mit Teil 3: Als Nackte Kanone und Hot Shots Fan konnte mit Leslie Nielsen und Charlie Sheen unter der Regie von David Zucker ja fast nichts mehr schief gehen. Klar, der Film ist völlig stupide, niveau- und sinnlos, aber er trifft genau meine Lachmuskeln. Meine absolute Lieblingsszene: “Die Hunde verhalten sich seltsam” :DHumerisches Fazit:

Ich finde den dritten Scary Movie einfach klasse. David Zucker, Leslie Nielsen und Charly Sheen kann ich einfach nur die Höchstwertung geben. Ich liebe es :)

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Alone in the Dark *

Von der Alone in the Dark Gameserie kannte ich nur Teil 4 und Herrn Uwe Boll kannte ich noch gar nicht, als ich mir den Film zum ersten mal ansah. Ich hatte durchaus noch eine gewisse freudige Erwartung, die dann aber brutal zunichte gemacht wurde. Schön sie kennen zu lernen, Herr Boll.

Der Film zieht sich ewig in die Länge und kaum bis keine Spannung kommt auf. Irgendwie scheint es, als hätte sich Uwe Boll nicht einmal entfernt die Mühe machen wollen, Überraschungen oder interessante Storywendungen einzubauen. So stolpert man von einer Actionsequenz in die nächste, weiß schon die ganze Zeit über alle Hintergründe bescheid und fühlt in keinster Weise mit den fast schon vorbildhaft stereotypen Figuren mit. Dramaturgisch ganz langweilig. Außerdem: Herr Boll war offensichtlich sehr stolz auf sein riesiges Aufgebot an Militärmaschinerie, aber viel Material allein macht halt noch keinen guten Film. Und die ewig langen Gewehrknatter-Orgien sind sowieso nervtötend ohne Ende.

Humerisches Fazit:

Laaaaaaangweilig. Bonuspunkte gibt’s nur wegen der technisch doch ganz passablen Umsetzung. Für einen B-Movie halt.

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Alien 4 *

Alien Resurrection Special DVD Version & Original Version

Quadrilogy DVD Edition 2003 samt Bonusmaterial und Audiokommentar

In den 5 Jahren zwischen Alien 3 und Alien 4 begann die digitale Revolution des Films alles zu verändern. Aber nicht nur zum Positiven, denn so gut und brilliant die Effekte nun auch aussahen – die Filme insgesamt sind nicht unbedingt besser geworden dadurch. In Alien 4 sind zwar außer den Aliens noch alle Effekte handgemacht, aber der Film fühlt sich schon sehr nach dem späteren Größer-Teurer-Schneller Wahn der CGI Ära an. Ich schätze das Design und die Umsetzung der Aliens in diesem Teil sehr, aber der Film ist insgesamt halt nur noch ein moderner Actionfilm von der Stange. Ich finde ihn nun nicht über-schlecht, er hat durchaus sehr gute Ideen und Momente: Vor allem die ersten 40 und die letzten 20 Minuten sind sehr gut, aber den Mittelteil kann ich überhaupt nicht leiden (Ich hasse die Unterwasser Sequenz). Vielleicht hinterlässt der Film gerade durch diesen misslungenen Mittelteil einfach keinen bleibenden emotionalen Eindruck bei mir. Die Special DVD Version mit dem seltsamen Anfang und dem kitschigen Schluss ist meiner Meinung nach misslungen, die originale Version ist weitaus besser. BONUSMATERIAL und Audiokommentar sind wie auch bei den anderen 3 Filmen der DVD Box erstklassig.

Humerisches Fazit:

Schmeckt mir einfach zu sehr nach Kaugummi: Macht zwar Spaß, ist aber gleich wieder vergessen, trotz einiger sehr guter Momente (Anfang- und Schlussakt). Bonuspunkte vergebe ich für die grandios in Szene gesetzten Aliens und den schauderhaften Alien-Mensch Hybriden. Ich liebe diese Alien-Viecher einfach :)

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Matrix Reloaded *

Als großer Fan des ersten Matrix Teils von 1999 freute ich mich natürlich auf die Fortsetzung, aber als erfahrener Kinogänger war ich auch skeptisch – schließlich gehen die meisten Sequels in die Hose (Glorreiche Ausnahmen: The Empire Strikes Back und Terminator 2). Letzendlich konnte und kann mich Matrix Reloaded nicht begeistern. So aufwändig die Actionsequenzen auch sind, sie langweilen mich ohne Ende. Schade nur, dass der Film vollständig von den Actionsequenzen lebt.

Humerisches Fazit:

Revolutionierendes Actionspektakel, keine Frage. Der interessante und anspruchsvolle Hintergrund der Matrix Welt wird aber vom sterbenslangweiligen Plot und den uninteressanten Charakteren gnadenlos erstickt. Nein, ich bin kein Fan dieses Teils.

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